Erklärung vom Verein „Kultur mit Sahne e.V:“ zur Freiraum-Demo am 19.09.09

Zunächst möchten wir feststellen, dass eine Demonstration in einer Demokratie ein legitimes Mittel und im GG auch verankert ist.

Wir möchten aber auch feststellen, dass wir zur Zeit eine gute Verhandlungsbasis mit der Stadt haben. In den letzten Tagen haben wir schon Objekte besichtigt und auch wenn das Passende noch nicht mit dabei war, sehen wir uns auf einen guten Weg unser aller Traum zu verwirklichen. Aus diesem Grund ist der Verein „Kultur mit Sahne e.V.“ weder Initiator, Veranstalter oder Supporter für die Demo am Wochenende.

Der Verein bittet mit Nachdruck alle Demoteilnehmer_innen ihren Protest friedlich Ausdruck zu verleihen. Keinen ist in unserer Stadt geholfen wenn Flaschen fliegen, Farbbeutel an Häuser geschmissen werden und Gegenstände brennen. Lasst euch also weder von dummen Kackbratzen (Nazis), noch von überstundenschiebende Polizist_innen(Dank der heuchlerischen Landesregierung) provozieren. Zeigt eueren Protest friedlich und kraftvoll, verbaut aber bitte nicht den Weg, durch dumme Aktionen, zu weiteren Verhandlungen mit der Stadt.

Der Verhandlungskorridor ist zur Zeit noch positiv und wir hoffen dies ist nach dem Wochenende immer noch so. Dieser bleibt aber nur so wenn die Demo friedlich bleibt. Und auch nur dann kann die Demo uns in den weiteren Verhandlungen unterstützen und helfen. Alles andere könnte dazu führen das wir diesen, unseren, Traum wieder für Jahre beerdigen können.

Wer sich „austoben“ und Spaß haben möchte, kann dies gerne bei dem Konzi am Abend im Pferdestall. Und zwar veranstalten wir hier unsere dritte Auflage unsere Reihe „Schöner feiern ohne Nazis“. Die vierte Auflage soll dann in unseren eigenen Räumlichkeiten stattfinden und damit dies so sein kann, seit ihr an diesem Wochenende gefragt.

Sprecher_innenrat Kultur mit Sahne e.V.

P.S.: Wir hoffen, dass die PD Ost und die weiteren Ordnungskräfte keine Strategie der Eskalation fährt, sondern die der Deeskalation. Für eure dünne Personaldecke und die vielen Überstunden sind nicht die Demoteilnehmer_innen schuld, sondern die Landesregierung.