JHV: „Es war ein gutes Jahr und das nächste Jahr(zehnt) wird noch besser“

Der Verein Kultur mit Sahne hat, am 04. November 2009, seine ordentliche Mitgliederversammlung im Pferdestall Wittenberg durchgeführt. In dieser Sitzung, wurde Resümee über das letzte Jahr gezogen und die weiteren Aktivitäten in den nächsten Monaten besprochen. Außerdem wurde ein entsprechende Absatz in der Satzung, für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, beschlossen und der neue Sprecher_innenrat gewählt.

Der Verein kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. So hat er zwei Konzerte in Eigenregie unter dem Motto „Schöner feiern ohne Nazis“ veranstaltet. Außerdem war er eins der aktives Mitglied der Veranstaltung „Wittenberg feiert bunt“ und hat mit dem Pflug e.V. eine Ausstellung zum Thema „Jugendliche in Wittenberg zur Zeiten des NS Regime“ organisiert. Zu dem war er der lokale Ansprechpartner bei der Thematik um die „Lebens“bedingungen der Flüchtlinge im FL Möhlau, was mit einer am 03.11.09 durchgeführten Podiumsdiskussion ihren ersten Höhepunkt fand. Nicht vergessen sollte mensch natürlich die Freiraumdemo am 30.07.09 in Wittenberg, der der Auftakt zu einem „heißen“ Sommer sein sollte.

Dreh- und Angelpunkt war und ist natürlich die Hausbesetzung von Sympathisant_innen Ende August in der Wallstraße(altes Gesundheitsamt). Nach der Besetzung wurde vom Verein und der Stadt ein „moralischer“ Vertrag abgeschlossen, in dem es um die friedliche Räumung und die gleichzeitige intensive Suche, um geeignete Räumlichkeiten, der Stadt Wittenberg ging.

Leider scheint dieses Papier zur Zeit nicht mehr viel Wert zu sein. Die Stadt zeigte uns zwar „ihre“ Räumlichkeiten, aber bis auf einen mini Versammlungsraum, verschimmelte und ungedämmten Theatergarderoben und abgebrannten Duschräumen im KTC hat Wittenberg anscheinend nicht viel im Portfolio. Kultur mit Sahne e.V. hat sich aber nicht auf eine Absichtserklärung ausgeruht und gewartet was nun Stadt und Kreis macht, sondern selber nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Diese wurden auch mit dem alten Kreiswehrersatzamt gefunden und erfolgversprechender Kontakt mit dem Verkäufer aufgenommen. Leider wurde uns für den Erwerb bzw. das Einziehen in das Gebäude, auch bis jetzt von seitens der Politik nur die Bildung eines neuen Ausschusses versprochen, der seine erste Sitzung ohne uns durchführte.

Aber für die Erstfinanzierung haben wir eine Lösung gefunden und mit Stand jetzt, kann das Projekt wahrscheinlich auch ohne Mithilfe der Versprecher_innen durchgezogen werden.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden die bisherigen Ergebnisse reflektiert und die letzten Punkte zur Erfüllung des Traumes fest geschnürt.

Der Verein hat zu dem den Sprecher_innenrat(SPR) turnusmässig neu gewählt. Alte und neue Sprecherin ist Alexandra Hänel und neuer Kassierer André Kohl. Zudem wurde in den neuen Sprecher_innenrat Christoph Köcher, Felix Schertling, Marcel Wiebach und Kai Wiederhold gewählt. Der neu gewählte SPR wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zur nächsten Jahreshauptversammlung im die eigenen Räumlichkeiten einladen.