_____________________________________________
Solidarität mit den streikenden Flüchtlingen!

Seid geraumer Zeit protestieren Flüchtlinge in ganz Deutschland gegen die Zustände unter denen Asylbewerber_Innen in Deutschland leben müssen. Als Ausdruck des Protestes marschieren sie von Würzburg aus durch verschiedene Städte nach Berlin. Ihre Forderungen sind die Schließung aller Lager, der sofortige Stopp aller Abschiebungen und deren Abschaffung.

Am 6. Oktober erreichte der Marsch Berlin, wo seid dem mehrere Protestzelte am Oranienplatz stehen, außerdem gab es am 13. Oktober eine Demonstration mit ca. 6000 Teilnehmer_Innen.
Seid 24. Oktober befindet sich ausserdem ein Teil am Brandenburger Tor, wo auch Einige in den Hungerstreik getreten sind.
Einen Tag nach ihrer dortigen Ankunft wurden den Flüchtlingen und Unterstützer_Innen die Benutzung von eigenen Stühlen, Schlafsäcken und Decken untersagt.
Bei mehreren Aktionen ging die Polizei gegenüber den Protestierenden gewaltätig vor, wobei auch einige schwer verletzt wurden.

Trotz der ganzen Schikanen von Staat und Polizei und schlechter Verfassung geben die Flüchtlinge nicht auf und bleiben weiterhin unter freiem Himmel.

Wir erklären uns somit solidarisch gegenüber den streikenden Flüchtlingen und deren Unterstützer_Innen!!

Raus aus dem Euro – und dann?

Die neonazistische NPD gibt sich als Retter in der Not und will mit der Rückeinführung der D-Mark die Finanzkrise überwinden. Dabei wirbt die Partei mit dem populistischen Slogan “ Raus aus dem Euro – Nein zur EU-Diktatur“.

Während Deutschland und Frankreich massgeblich für die Sanktionen und die sogenannten Sparpakete in Griechenland verantwortlich sind, begibt sich die NPD in die Opferrolle.
Dass es ihnen nicht etwa um die Verbesserung der Lebensumstände der betroffenen Menschen in Deutschland, Griechenland oder Spanien geht, ist aus ihrem Parteiprogramm ersichtlich.
Trotz dass sich diese Partei, die regelmässig mit Veruntreuungsskandalen auffällt, immer wieder versucht mit sozialen Themen ( „Finger weg von unseren Kindern“) in den Mittelpunkt zu rücken, geht es der neonazistischen NPD schlichtweg um die Errichtung eines autoritären Führerstaates in dem das Wohle der von ihr geforderten Volksgemeinschaft über den Bedürfnissen und den Grundrechten des Einzelnen steht.
Die NPD beschäftigt sich lediglich damit den Fehler, dem Euro als Währung an sich, zuzuschieben und nicht dem Hauptproblem, dem Kapitalismus, der schließlich diese Verhältnisse schafft und mittlerweile zu kollabieren droht.
„Die Wahrheit ist: Der Abschied von der D-Mark war ein Abschied für immer. Wenn Deutschland die Währungsunion verlässt, stürzt Europa ins Chaos – und die deutsche Wirtschaft kippt in die nächste Rezession.“ (focus.de, 19.05.2010)

Uns geht es um mehr………….

Weder wollen wir eine erneute nationalsozialische Barbarei, die schon einmal über 6 Millionen
Menschenleben forderte, noch geht es um die Rettung des kapitalistischen Systems, das tagtäglich 100.000 Menschenleben fordert, währenddessen auf anderen Teilen des Globus Menschen in Saus und Braus leben.
Dass genug für alle da wäre, beweist das kapitalistische System Tag für Tag auf’s Neue,
indem alleine in Deutschland pro Jahr ca. 81,6 Kilogramm Lebensmittel pro Bürger_in
auf dem Müll landen, während Menschen im Trikont um´s nackte Überleben kämpfen müssen und Flüchtlinge an den Grenzen Europas auf der Suche nach einem besseren Leben sterben.
Uns geht es darum, ein besseres und menschenwürdigeres Leben für alle zu schaffen. Streiks und Demonstrationen können nur der Anfang sein im Kampf für ein besseres Leben. Dennoch ist ein Aufbruch überall spürbar.

__________________________________________-
Schöner feiern ohne Nazis 5- erfolgreich durchstanden

Am Samstag, den 4.2. 12, fand endlich das langersehnte Schöner feiern ohne Nazis 5 statt. Davor gab es eine Ausstellung zum Thema Jugend im Nationalsozialismus, ausserdem wurde noch Essen (veganes Chilli) angeboten.

Das Konzert , sowie auch die Ausstellung waren gut besucht, sodass es ein wenig Geld für den Verein Kultur mit Sahne brachte und den Leuten natürlich auch Spaß bereitete.
Bands / Künstler wie Pyro One oder La Confianza waren auch begeistert von dieser Veranstaltung und den Leuten.
Im großen und ganzen lief diese Veranstaltung friedlich ab und hat aufjedenfall Spaß gemacht.
Wir freuen uns schon auf das kommende Konzert ;D


_________________________________
Messerstecherrei in Dessau

Am Montagmittag wurde in Dessau vor einem Mc Donalds ein 29 jähriger Mann von einem Afrikaner ( ausserdemAsylbewerber) in den Kopf gestochen. Die genauen Gründe scheinen noch unklar zu sein.
Der 29 Jährige musste Not operiert werden, er überlebte. Der Afrikaner sitzt derweile in Untersuchungshaft wegen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Am Montagabend versammelten sich darauf 400 Bürger und Fußballfans (teilweise rechtsmotiviert) um allgemein (?) gegen Gewalt zu demonstrieren. Allerdings schienen die rechts motivierten Fußballfans diese Situation auszunutzen indem sie Parolen wie “ Ausländer raus! “ u.a. riefen. Doch das störte die Freunde von den Verletzten nicht und auch keinen anderen Demonstranten.

Da kann man sich fragen wie es dazu kommt, dass sobald ein Weißer verletzt wird, alle Menschen auf die Straße gehen aber wenn ein „Ausländer“ wie Oury Jalloh oder Alberto A. es kein „Schwein“ interessiert!?
An sich ist es ja gut das man gegen Gewalt demonstriert aber wenn dann rassistische Parolen fallen und man nichts gegen sagt , ist es schon komisch. Komisch ist es eben auch das es die Bürger anscheinend nur interessiert wenn ein Weißer angestochen wird. Ziemlich fraglich alles.

Am 21.1. 2012, um 18 Uhr, findet in Dessau vor dem Mc Donalds eine kleine Demo statt, wo gegen Gewalt, egal von welcher Seite oder welcher Hautfarbe, Religion u.a. , demonstriert wird.

Mehr zu dem Vorfall findet ihr hier oder auch hier

_______________________________________

Auswertung der Gegendemonstrationen zum Naziaufmarsch in Magdeburg

Es maschierten zu dem Tag 1200 Nazis durch Magdeburg und wurden von rund 10.000 Menschen ( laut MZ ) mit verschiedensten Aktionen begleitet ( und rund 2000 Polizisten) . Davon beteiligten sich 700- 1000 Menschen an Blockaden.

Mehr dazu gibts hier bei
blockierenmd.tk

….oder hier bei indymedia.org


Am selben Abend wurde auch noch ein Infoladen in Magdeburg von Polizisten angegriffen…mehr dazu hier

____________________________________
Gedenkdemonstration Dessau für Oury Jalloh

Heute, am 7. Januar, jährt sich der Todestag des ermordeten Oury Jalloh.

Deswegen wurde in Dessau zu einer Gedenkdemonstration aufgerufen um auf staatliche Gewalt u.a aufmerksam zu machen. Die Demonstration lief alles andere als friedlich ,von Seiten der Polizei aus. Schon vor Anfang der Demo wurde auf Leute eingeschlagen und mit Pfefferspray geziehlt, und das nur weil einige Demonstrant_Innen Kreidebilder am HBF in Dessau malten ( “ Oury Jalloh das war Mord!!“). Allerdings gab es auch Probleme wegen der mitgebrachen Transpis, da sie zu groß waren, was aber auch für die Polizisten ein Grund war gegenüber Demonstranten_Innen handgreiflich zu werden.

Ca. 14.30 Uhr lief die Demo lautstark los. Es wurden einige interessante, aber auch sehr traurige, Redebeiträge vorgelesen die einen sehr nachdenklich stimmten.
Es lief weiterhin alles ruhig und friedlich ab, bis sich die Demonstration dem Ende neigte und Richtung Bahnhof zurück lief. Dort erwarteten die Demonstraten_Innen unfreundliche Polizisten, um es mal vorsichtig aus zu drücken, die scheinbar nur darauf aus waren auf Leute einzuschlagen und die mit Pfeffer zu zudecken. Aber es war ja nur eine „polizeiliche Maßnahme“ wie ein Beamter einigen Leuten erklärte.
Genau da fragten sich alle was daran eine Maßnahme sei eine schwangere Frau zu schubsen so das sie vor Angst weglief, oder Mouhctar Bah ( der Mitgründer der Initiative Oury Jalloh und ausserdem ein guter Freund von Oury J.) so doll zu schlagen und mit Pfeffer zu bedenken das er in Ohnmacht viel ( UND DAS ALLES VOR DEN AUGEN KLEINER KINDER) und ein Krankenwagen gerufen werden musste da sein Puls sehr niedrig war,….! ( „Maßnahme? Was zum Teufel lernen die bei ihrer Ausbildung?!“)

Damit haben die Polizisten wiedereinmal alles gegeben, damit sich das schlechte Bild ihnen gegenüber bestätigt.

OURY JALLOH DAS WAR MORD!!!!!!!!!!!!

Der Film „Tod in der Zelle- Warum starb Oury Jalloh“

Der schwer Verletzte Mouhctar Bah

___________________________________
Geschenkaktion Möhlau

….ist bestens verlaufen. Es sind eine Menge Geschenke zusammen gekommen die schön eingepackt wurden und persöhnlich nach Möhlau gebracht wurden.
Als wir dort ankamen stand uns erstmal allen der Schreck im Gesicht geschrieben. Diese Lebensverhältnisse in dem Flüchtlingslager sind katastrophal! Wir standen vor einen Gebäude das total zerfallen aussah und rund um das reine Nichts herrschte.
Trotzalledem wurden wir mit Freude empfangen und leuchtenden Kinderaugen.
Wir wurden in einen Raum geführt in dem der „Weihnachtsmann“ die Geschenke verteilte. Die Kinder und auch ihre Eltern freuten sich riesig und bedankten sich ein paar mal bei uns.
Dann fuhren wir wieder nach Wittenberg mit einen gutem Gefühl :)

___________________________________________
Nagelbombenanschlag in Wittenberg

Am 27.11. 2012 kam es in Kleinwittenberg zu einen Nadelbombenanschlag auf einen Asia- Imbiss, was bisher der Höhepunkt sein dürfte von den ganzen anderen Aktionen die sich zurzeit hier abspielten.

Dieser Vorfall wurde vor einigen Tagen „aufgeklärt“. Es meldeten sich wohl zwei junge Männer und stellten sich. Laut deren Aussage gäbe es wohl kein fremdenfeindliches Motiv. Die zwei Männer wurden frei gelassen und kamen ungestraft davon. Der Inhaber und deren Familie allerdings nicht, sie dürfen nun in Angst leben, Angst vor noch mehr Angriffen u.a.

Mehr dazu hier

__________________________________

Möhlau- Kundgebung

Am Dienstag, den 25.10.2011 fand in der wittenberger Innenstadt eine Kundgebung zum Thema „Schließung des Abschiebelagers in Möhlau“ statt. Es erschienen ca. 15-10 Personen um sich diese Veranstaltung anzuschauen und um den Leuten aus dem Lager zu zuhören. Ausserdem blieben auch viele Passanten stehen um sich einiges an zuhören. Die Polizei blieb natürlich auch nicht außen vor..jedoch mischten sie sich nicht weiter ein.

weiteres dazu folgt………….

_______________________________
10 Jahre Afghanistan!?

Montag, den 17.10.2011 , fand auf dem Marktplatz in Luth. Wittenberg eine kleine Kundgebung zum Thema „Krieg in Afghanistan“ statt. Diese Veranstaltung ging von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Es waren Leute von der Montagsdemo, DIE LINKE und der MLPD vertreten. Insgesamt nahmen dort ca. 15 Menschen teil.

_______________________________________
„Verschwundene Nachbarn“

Fünf Stolpersteine im Trottoir vor der Puschkinstraße 57 erinnern seit Donnerstag an das ins „Judenhaus“ zwangsumquartierte Ehepaar Gerhard und Johanna Kuhn und den gemeinsamen Sohn Bert-Emanuel – er wurde vier Jahre alt – sowie an ihre Mitbewohnerin Regina Klein, umgekommen 1942 im Lager Sobibor. Und an Eva Borowietz, Max Levins jüngste Tochter, die sich bereits 1938 aus schierer Verzweiflung in Berlin das Leben genommen hatte.

Die Geschichte der Puschkinstraße 57 ist auch die Geschichte der Zerstörung einer angesehenen Wittenberger Juristenfamilie, die sich, außer dass sie eben jüdisch war, nicht unterschied von anderen. 1897 hatte Max Levin (später Ledien) seine Lieben allesamt evangelisch taufen lassen, in der Stadtkirche. Alle Kinder heirateten so genannte Arier, Eva einen hochrangigen Militär in Berlin.

Erika Viezens ist an diesem Mittwoch eigens aus Hamburg in die Lutherstadt gereist, um der Verlegung der „Stolpersteine“ vor ihrem Elternhaus beizuwohnen. Acht Jahre lang, als Schülerin, hat die Enkelin von Max Ledien und Tochter von dessen Sohn Hans hier gelebt. Ihr Verhältnis zur Stadt ist bitter, bis heute. „Ich liebe Wittenberg nicht gerade“, sagt Viezens, „ich bin hier sehr schikaniert worden.“ Warum sie trotzdem hergekommen ist? „Ich wollte sehen, wie Wittenberg reagiert.“ Reagiert auf die Aktion des Künstlers Gunter Demnig, dessen Messingwürfel mit den Lebensdaten von den Nazis ermordeter Hausbewohner seit vier Jahren auch in der Lutherstadt verlegt werden. „Taktvoll“, sagt Viezens dann, finde sie die Zeremonie, und klingt, als hätte sie das überrascht.

Während die örtlichen Initiatoren Mario Dittrich, Renate Gruber-Lieblich und Reinhard Pester vor der versammelten kleinen Menschenmenge die Leben der ermordeten Mitbürger nachzeichnen, gräbt Demnig ruhig seine Stolpersteine ein. Am Monatsende werden es, in ganz Europa, 32 000 sein, erzählt er. Und immer, sagt er, „ist es ein Geschenk der Bürger an die Stadt“. Auch in Wittenberg bringen Privatleute das Geld dafür auf.

17 Steine erinnern inzwischen an jüdische Wittenberger, Wittenberger Juden, die Nachbarn von nebenan. Im kommenden Jahr seien weitere geplant, kündigt Gruber-Lieblich an. Rosa-Luxemburg-Schüler legen, jeder eine, ein paar Blumen nieder auf die neuen Steine, Frauen und Männer aus der Jüdischen Gemeinde Dessau singen gemeinsam mit Friedrich Kramer, dem Direktor der Evangelischen Akademie, ein traurig-schönes Lied auf Hebräisch.

„Wehrwirtschaftliche Gründe“

„Am 15. April 1940 darf das Haus, das einst Max Levin für seine Familie erbauen ließ, auch kein „Judenhaus“ mehr sein. Die Villa hat arische Begehrlichkeiten geweckt, es soll aus „wehrwirtschaftlichen Gründen“ geräumt werden, den Bewohnern, der Familie Kuhn und Regina Klein, werden zwei Räume in der Obdachlosenunterkunft Gaststraße angeboten. Es ist der Anfang vom Ende der bürgerlichen Existenz. Am 3. Juni 1942 werden die vier Wittenberger deportiert, sie kehren nicht zurück.

Eva Borowietz, geborene Levin, erlebt all dies nicht mehr. Als sie 1938 in Berlin den Freitod wählt, hinterlässt sie Mann und Kinder. So stand ihr Enkel Peter Hohensee am Donnerstag ebenfalls vor dem Haus an der verkehrsbelebten Puschkinstraße. Nein, er sei nicht das erste Mal in Wittenberg, sagt der Mann aus Heidelberg. Er habe hier schließlich „Grundstücke“. Sie sind ganz klein. Es sind Gräber.“

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

Statt NPD Bundesparteitag, friedliche Demonstration gegen NPD

Klemens Koschig, der Oberbürgermeister aus Dessau- Roßlau, hat am Samstag, den 15.10., vor den Gefahren von Rechtsextremismus gewarnt. Deswegen sei es wichtig immer wieder seinen Standpunkt klar zu machen. „Wir wollen den braunen Ungeist in unserer Stadt nicht“, sagte der Oberbürgermeister Klemes.
Zu der Aktion, an der Friedensglocke, hatte ein Netzwerk der Demokratie aufgerufen. Es erscheinen ca. 120 Menschen, also ein guter Durchschnitt.